Solare Union

Die Weltgemeinschaft der Menschen, wie sie in der Nebular Serie geschildert wird, ist nicht aus besserem Einsehen entstanden, sondern aus einer Abfolge von Notwendigkeiten. Es ist bezeichnend, dass die Menschen ihre nationalstaatlichen Bestrebungen erst unter Druck der eigenen Vernichtung aufgaben und sich schrittweise einander annäherten. Viele Ereignisse haben die Welt erschüttert, doch keines so stark, wie die Änderung des globalen Klimagefüges, ausgelöst durch die starken Kohlendioxid Emissionen der Industrieländer und die daraus resultierende globale Erwärmung.

Es folgen eine Reihe von Katastrophen, ein tödlicher Countdown für die Menschheit, der eine gemeinschaftliche Reaktion aller Staaten herausforderte, um das Überleben unserer Spezies zu ermöglichen. Einander näher kommen, gemeinsam Forschen, gemeinsam Erfolge teilen, gemeinsame Unternehmungen, gemeinsam ums Überleben kämpfen. Schwindende fossile Brennstoffe, globale Erwärmung, Polschmelze, Nahrungsmittelknappheit, eine lebensfreundliche Umwelt die zu kippen droht; all das hat der Mensch ausgelöst und zukünftige Generation tragen die Bürde dessen, was Ihre Väter und Großväter an der Natur angerichtet haben.

In der Nebular Serie hat die Menschheit in letzter Sekunde erkannt, dass die Zeiger auf fünf vor zwölf stehen. Aus der früheren UNO ist die Solare Union entstanden, aus den alten Nationalstaaten die Unionskantone. Kolonien im Weltraum, Nahrungsmittelgewinnung auf dem Mond, Verbannung der Industrie von der Erdoberfläche, Entsorgung von Emissionen und Abfall direkt in der Sonne, totales Verbot jeglicher Umweltverschmutzung der Erde und Eroberung des Weltraums, das ist die Nebular Vision der zukünftigen Menschheit.

Noch immer sind die Folgen der Klimakatastrophe zu spüren und das empfindliche Gleichgewicht der Erde, wird sicher nicht im Zeitraum einer Generation wieder hergestellt. Doch die Menschen verstehen sich nun als Teil der Natur, nicht als ihr Meister. Die Ozonlöcher an den Polen haben große Landstriche versteppen lassen und der Mensch hat sich in Unterwasserstädte flüchten müssen, doch allerorts werden Verbesserungen notiert und es ist abzusehen, das die Natur eines Tages wieder hergestellt sein wird.

Die Solare Union, deren Parlament sich als Nachfolgeorganisation der Vereinten Nationen versteht, besitzt im Handlungsjahr 2113 umfangreiche Befugnisse. Die Unionskantone, deren Grenzen nicht mehr mit den heutigen, bekannten Staaten identisch sind, besitzen zwar noch immer lokale Befugnisse, doch globale Anliegen könne nur noch im Unionsrat beschlossen und ratifiziert werden. Unionsgesetz steht über Kantonsgesetz, Ratsbeschlüsse setzen Kantonsregierungen außer Kraft. Staatliche Haushalte, die noch um das Jahr 2000 erhebliche Budgets für das Militär aufwendeten, sind im Jahr 2113 gänzlich anders strukturiert. Hauptposten des Unionshaushalts ist die Soziale Sicherheit, denn nur in einer sicheren Welt, in der niemand hungern oder um seine Zukunft fürchten muss, kann eine Weltgemeinschaft bestehen und verzettelt sich nicht Kleinscharmützel ideologischer oder religiöser Natur. Forschung, Kolonieprojekte, die Raumflotte, Verbesserung der Lebensqualität, Förderung von Eigentum, Bildung und Gesundheit, dass sind die Schwerpunkte der neuen Weltregierung in unserer Geschichte.

Die Entstehungsgeschichte der Solaren Union in Stichworten

2020: Die Menschheit leidet zunehmend unter den Folgen der globalen Erwärmung. Eine deutliche Reduzierung der polaren Eiskappen und des Salzgehalts der Meere wird gemessen. Der Meeresspiegel steigt um dreißig Zentimeter an. In den gemäßigten Klimazonen, verwandeln sich die einst warmen Sommer, in stürmische und regnerische Jahreszeiten. Während es in Europa nun jährlich zu großen Flutkatastrophen kommt, die stetig die jeweiligen Vorjahrespegel übertreffen, beginnt der Süden des amerikanischen Kontinents langsam zur Wüste zu werden. Texas, früherer Teil des heutigen Unionskantons Nordamerika, droht vor Hitze auszudörren. Der Grundwasserspiegel sinkt bedrohlich ab und die Bevölkerung, muss über viele hundert Meilen, mit Trinkwasser versorgt werden.

Anderenorts, werden die nur knapp über dem Meeresspiegel gelegenen Länder, wie Bangladesch und Pakistan, zu großen Teilen vom vorrückenden Meer überflutet. Millionen Menschen müssen umgesiedelt werden, Nahrungsmittel, Medikamente und Unterkünfte werden benötigt. Die frühere UNO fordert die Lasten dieser globalen Hilfsmaßnahmen auf alle Mitgliedsstaaten zu verteilen. Gleichzeitig nimmt die Stärke und Zahl der tropischen Wirbelstürme messbar zu, was durch die zunehmende Erwärmung der Meere noch begünstigt wird. Wissenschaftler warnen von den verheerenden Folgen, sollte das sensible Klimagefüge, noch mehr ins Wanken geraten.

2028: Grönland, das frühere Grünland, zeigt erstmals seit Menschen Gedenken, wieder ausgedehnte, eisfreie Landteile. Die Gletscher sind weltweit auf dem Rückzug und das russische Nordmeer, kann von Schiffen das ganze Jahr befahren werden. Zur selben Zeit, steigt die Anzahl der Hautkrebsfälle in Australien alarmierend an. Das Ozonloch über der Antarktis scheint sich weiter auszubreiten, was vermutlich durch die fortschreitende Industrialisierung in China und Afrika und die daraus resultierenden Emissionen, begünstigt wird. Die gesamte australische Bevölkerung, die südlich von Sydney lebt, muss in den Norden des Landes umgesiedelt werden. Die philippinische Regierung erklärt sich bereit, Siedlungen für australische Staatsbürger einzurichten und lockert das Aufenthalts- und Einreiserecht für deren Familien und Kinder.

Die ersten Erdölquellen im arabischen Raum sind erschöpft und können den erhöhten Energiebedarf der Menschheit nicht mehr decken. Besonders schwer betroffen sind die westlichen Industrienationen, die noch am stärksten vom Öl abhängig sind. Erstmals seit vielen Jahren, besteht wieder die Gefahr eines Krieges. Durch intensive Vermittlung der UNO, kann ein weltweiter Konflikt abgewendet werden. Die Vereinten Nationen einigen sich schließlich auf eine gerechte Verteilung der verfügbaren Ressourcen. Alternative Energien rücken immer mehr in den Vordergrund. Ein Konsortium aus Wissenschaftlern aller Länder, beschäftigt sich unter Hochdruck mit der Forschung nach erneuerbaren Energien. Die führenden Länder der Erde, fokussieren ihre Kräfte, um der drohenden Energiekrise, entgegen zu treten…

2034: Das Ozonloch über der Südhalbkugel, hat sich weiter vergrößert. Ein Aufenthalt in der Antarktis, die bereits einen hohen Prozentsatz ihrer Eismasse durch die globale Erwärmung eingebüßt hat, ist ohne Schutzmaßnahmen nicht mehr möglich. Dasselbe gilt für ganz Australien, Neuseeland und Teile Südamerikas. Nur durch hohen Einsatz finanzieller Mittel und unter der Schirmherrschaft der UNO, kann die Ordnung auf den südlichen Kontinenten aufrechterhalten werden. In der größten Völkerwanderung der Neuzeit, werden Menschen der Südhalbkugel nach Norden umgesiedelt. Australien beginnt durch die massive Einstrahlung ultravioletter Strahlung zu versteppen. Frühere Metropolen, wie zum Beispiel Melbourne, werden zu Geisterstädten.

Auf der Nordhalbkugel und den reichen, arabischen Ländern, versiegen die Erdölquellen. Große Gezeitenkraftwerke werden an den Küsten errichtet und die Wissenschaftler suchen händeringend nach einem Ersatz für die fossilen Brennstoffe. Große Gebiete, in denen Nahrung für die Menschheit angebaut und erzeugt wird, sind von den immer häufiger auftretenden Klima- und Sturmkatastrophen stark betroffen. Die Länder der Erde schließen sich zum so genannten Nahrungspakt zusammen. Unter der Losung "Nahrung für alle Menschen", werden die wenigen, noch verfügbaren Kornkammern, von Experten der UNO beaufsichtigt und die Erträge an die Weltbevölkerung verteilt.

Der plötzlich aufgetauchte SARS-IV Virus, vermutlich eine mutierte Variante der SARS-III Linie, rafft in Südostasien Millionen Menschen dahin. Ein Grund für die schnelle Ausbreitung ist die Überbevölkerung dieser Region und die resultierenden Lebensverhältnisse der Menschen. Nur durch intensive Forschung der Weltgesundheitsorganisation und der Zusammenarbeit aller Länder, kann rechtzeitig ein Impfstoff gefunden und bereitgestellt werden. Der Ausbruch einer globalen Seuche, wird noch einmal verhindert…

2048: New York ist zum Venedig der Neuzeit geworden. Die Küstenregionen vieler Länder sind überflutet und ganze Bevölkerungsgruppen befinden sich auf dem Rückzug auf höher gelegene Landgebiete. Die großen Länder der Erde beschließen aufgrund der knappen Nahrungsmittelreserven einen Notfallplan und wollen zukünftig den Mond nutzen, um in riesigen Gewächshausstationen, Korn und Soja anzupflanzen. Die früheren Raumfahrtorganisationen der NASA, ESA, Russlands und Chinas, schließen sich zur Unions-Raumfahrtbehörde zusammen. Durch verstärkten Einsatz von genmanipuliertem Korn, wird versucht, die Ertragsausfälle auf der Erde zu ersetzen. Zunächst scheint diese Rechnung aufzugehen, doch die genveränderten Pflanzen, bringen einen ebenfalls mutierten Schädling hervor, eine neue Schimmelpilzart, die mit Vorliebe das neue Korn befällt.

Der Pilz ist für Menschen hoch toxisch und bevor die Menschheit die Gefahr erkennt, sind durch den Schädling Millionen Hektar Weizen ungenießbar geworden. Nur die Getreidekulturen auf dem Mond sind nicht von der Epidemie betroffen und werden fortan unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen bewirtschaftet und kultiviert. Nahrung ist wertvoller als Gold geworden. In Tokio wird von Wissenschaftlern aller Nationen, erstmals erfolgreich die kalte Fusion durchgeführt. Sollte das Verfahren nutzbar sein, dann könnten einfache Brennstoffzellen genug Energie liefern, um Haushalte zu versorgen und Fahrzeuge anzutreiben. Die schnell schwindenden, fossilen Energieträger, könnten zumindest teilweise ersetzt werden.

Vor der Küste Spaniens, im heutigen Unionskanton Europa, wird ein Projekt gestartet, das sich mit den Möglichkeiten einer Besiedlung des Meeresbodens befasst. Die Wissenschaftler wollen untersuchen, ob die natürlichen und größtenteils brach liegenden Ressourcen der Meere, besser für die Menschheit genutzt werden können. Während die Erdoberfläche von Stürmen, Fluten und extremen Klimaeffekten heimgesucht wird, könnten die Menschen unter der Oberfläche des Meeres vor vielen Bedrohungen dieser Zeit, wie zum Beispiel der harten Ultravioletten Strahlung, geschützt werden.

2057: Die Mondkolonie wächst schnell und große Flächen werden unter riesigen Treibhauskuppeln bewirtschaftet. Der gesamte Weltetat, der früher in militärische Investitionen geflossen ist, kommt nun der neuen Kornkammer "Mond" zugute. Die erste bemannte Marslandung erfolgt mit einem Besatzungsteam aus über zwanzig Ländern. Wie bereits zahlreiche Erkundungen durch Instrumententräger bestätigt haben, gibt es große Wasservorräte auf dem Mars, Grundbedingung, für die Besiedlung des Nachbarplaneten. Die UNO und die Raumfahrtbehörde beschließen das Projekt "Marskolonie" in Angriff zu nehmen. Erste Raumschiffe mit großer Ladekapazität und starken, interplanetarischen Antrieben werden gebaut und im Erd- sowie Mondorbit zusammengesetzt. Auch auf der Erde versucht man, bisher unerschlossene und unzugängliche Gebiete, für die Menschen nutzbar zu machen. Die Sahara wird durch Meerentsalzungsanlagen bewässert und wieder fruchtbar gemacht. Wälder, schnell wachsenden Pflanzen und grünen Oasen, entstehen allerorts. Die weltweite Getreidepilz Epidemie kann durch ein Gegenmittel gebannt werden. Wieder führt nur die Zusammenarbeit aller Nationen zur Lösung des Problems. Durch den Rückzug der Menschen von den Polregionen, haben sich die ursprünglichen Grenzen der Nationalstaaten verschoben. Neue Gebiete sind entstanden, so genannte Nationalkantone, die zwar noch immer autark, jedoch enger als jemals zuvor, in die Weltgemeinschaft eingebunden sind.

2066: Die Menschheit muss sich eingestehen, dass die befürchtete, weltweite Klimakatastrophe, nicht mehr abzuwenden ist. Die Weltbevölkerung muss nun die Folgen tragen, die durch den maßlosen Raubbau an der Natur der früheren Generationen, verursacht wurden. Die sibirische Tundra, Jahrhunderte unter Permafrost versiegelt, beginnt aufgrund der globalen Erwärmung aufzutauen und setzt große Mengen an Fäulnisgasen frei. Die Gase nähren ein gewaltiges Ozonloch, das sich schnell über der Nordhalbkugel ausbreitet. Es ist zu befürchten, dass in Kanada und Nord-Europa bald ähnliche Lebensbedingungen herrschen werden, wie im völlig verdorrten und entvölkerten Australien.

Die Menschheit reagiert und verlagert immer mehr Städte auf den Meeresboden, um sich vor der harten, ultravioletten Sonneneinstrahlung zu schützen. Die tropischen Regionen, speziell die wenigen, verbleibenden Regenwälder, werden unter strengen Naturschutz gestellt. Die letzten fossilen Rohstoffe sind erschöpft und ein großer Teil der Menschheit hängt nun von alternativen Energien ab. Erdöl ist bereits unerschwinglich teuer geworden. Mit Agua-City, im Mittelmehr, nahe der ehemals griechischen Insel Kreta gelegen, entsteht eine neue Unterwassermetropole, die mehr und mehr Menschen anzieht und sich bald zum Zentrum des Unionskanton Europa entwickelt. Der Jahrhundertsturm Astaire, verwüstet große Teile Mexikos, Kubas und Mittelamerikas. Die Bevölkerung flieht in speziell konstruierte Sturmbunker oder in die Unterwasserstädte an den nahen Küsten. Hagelschauer und starke Gewitter, fegen über den zentralafrikanischen Kontinent und in der Antarktis gedeihen plötzlich UV-resistente Pflanzen aus der Urzeit, deren Samen vermutlich unter dem ewigen Eis konserviert worden waren. Die Wissenschaft befürchten, dass unter dem antarktischen Festlandeis, noch mehr Überraschungen verborgen sein könnten, die viele Millionen Jahre im Eis eingeschlossen waren...

2073: Die erste Siedlung auf dem Mars ist entstanden. Bodenschätze sowie günstige Lebensbedingungen, locken viele Abenteurer, private Firmen und Siedler an. Auf der Erde wird der so genannte Unionspass eingeführt. Die Kantone, noch immer für ihre Angelegenheit souverän zuständig, ordnen sich in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Forschung und Nahrungswirtschaft der UNO unter. Durch das hinzukommen staatenloser Siedlungen auf Mars und Mond, wird das Gebilde der Solaren Union gegründet. Der Reiseverkehr wird schrankenlos und der noch einzig existierende Wirtschaftsraum, wird auf alle Einflussgebiete der Menschheit ausgeweitet. Als einheitliche Währung wird der "Solare Credit" eingeführt. Eine permanente Shuttle-Verbindung zwischen dem Mond, der Erde und dem Mars regelt den Verkehr zwischen der alten Welt und den neuen Kolonien. Die Unterwasserstädte in den Ozeanen wachsen rapide und die Schutzmaßnahmen für die geschundene Natur zeigen erste Erfolge. Unter dem ewigen Eis der Antarktis, das mehr und mehr schwindet, werden große Vorkommen an Erdöl entdeckt. Die Menschheit verzichtet allerdings auf die Ausbeutung dieser Ressourcen und hat sich bereits vollständig auf andere Formen der Energiegewinnung umgestellt.

2079: Ein zunächst unerklärliches Großsterben der grünen Meeresalgen setzt ein, wie sich später herausstellt, eine Folge der zunehmenden Meeresverschmutzung, durch die schnell wachsenden Unterwasserstädte der Menschen. Da diese Algen zu rund 60% mit ihrer Sauerstoffproduktion zur Atmosphäre beitragen, erlässt die UNO ein radikales, restriktives und sofort wirksames Umweltschutzprogramm, das jedwede Verschmutzung der natürlichen Lebensbereiche der Erde verbietet. Moderne Energiezellen, die auf kalter Fusion basieren, bilden fortan die Energiequelle der Menschen. Die Schwerindustrie wird in den Erdorbit verlagert, Erze und Mineralien zunehmend auf den Monden und Asteroiden des Sonnensystems abgebaut.

Erste Stationen im Jupiter- und Saturn-System werden gegründet. Große Orbitalhäfen verbinden die Siedlungen und Basen der Menschen im Sonnensystem. Durch unterirdische Sprengungen, nahe dem pazifischen Graben, kommt es zu einer Stoßwelle, die bisher nicht beachtete Spannungen der pazifischen Kontinentalplatte löst. Die Folge ist ein schweres Erdbeben, mit Epizentrum vor der kalifornischen Küste. Das fast vollständig verlassene San Francisco wird dabei durch ein starkes Erdbeben zerstört und anschließend von einer zehn Meter hohen Flutwelle überrollt. Das zehn Jahre zuvor gegründete San Aquisto, direkt auf dem Meeresboden vor der Küste Kaliforniens gelegen, kommt mit leichten Schäden und dem Schrecken davon. Die Marssiedlung erhält einen ständigen Zulauf an neuen Siedlern. Olympus-City, im Schatten des größten Vulkans des Sonnensystems erbaut, erhält den ersten Status einer Millionenstadt außerhalb der Erde. Die Stadt Lunatown wird gegründet und dient fortan als Drehscheibe und Warenumschlagplatz, zwischen Mars und der Erde.

2086: Zur großen Erleichterung der Wissenschaftler wird erstmals vermerkt, dass die Ausbreitung der Ozonlöcher an den Polregionen, nicht weiter fortschreitet. Für Australien ist es jedoch bereits zu spät. Der Kontinent ist zu einer Wüste und unbewohnbar geworden. Große Teile Nordeuropas sind unbesiedelt. Das frühere Skandinavien, ehemals berühmt für seine Wälder, ist nur noch Brachland. In Südeuropa hat sich subtropisches Klima ausgebreitet, und die ehemalige Sahara beginnt an vielen Stellen Vegetation zu zeigen. Große Unterwasserstädte sind entstanden, die größte von ihnen im Pazifischen Ozean, nahe den Osterinseln. Lunatown, die große Mondmetropole, erlebt einen blühenden Aufschwung und beliefert die Menschheit mit Nahrung und Getreide. Die radikalen Maßnahmen, zum Erhalt der Erde, scheinen endlich zu greifen. Die Menschen können angesichts der bereits angerichteten Schäden nur hoffen, dass es gelingt, die noch immer extremen, klimatischen Verhältnisse, über die Zeit zu lindern.

2090: Die Forschungsstationen auf den Monden der äußeren Planeten werden ausgebaut und die Triton Basis befindet sich in der letzten Ausbaustufe. Auf Triton entsteht das größte, jemals von Menschen erbaute Radioteleskop. Es handelt sich um ein Verbundsystem, aus tausenden Einzelspiegeln, die fortan ihren Dienst für das Neue SETI Projekt aufnehmen sollen. Auf der Erde hat man sich mit den extremen, klimatischen Bedingungen arrangiert. Wo es möglich ist, leben die Menschen noch auf der Erdoberfläche. Industrieanlagen wurden vollständig in den Erdorbit verlegt und viele neue Metropolen sind auf dem Meeresboden entstanden. Die Solare Union ist gefestigt, die Menschen leben in Frieden, Arbeit und Brot und beginnen damit, ihren Teil an der geschädigten Natur wieder gut zu machen.

Emissionen jeder Art, sind strengstens verboten. Abfallprodukte der menschlichen Zivilisation, werden über speziellen Containern, direkt in der Sonne entsorgt. Fossile Brennstoffe, nur noch sehr limitiert vorhanden, werden nicht mehr für Verbrennungsprozesse genutzt. Hoch entwickelte Brennstoff-Fusionszellen treiben die Luft-, Wasser-, Land- und Raumfahrzeuge an. Neue Systeme der Wettererkundung machen es nun möglich, die durch die Klimaänderung auftretenden Blitzstürme, zuverlässig vorauszusagen und die Bevölkerung entsprechend zu informieren. Der Stand der medizinischen Versorgung hat ein neues Hochniveau erreicht. Die meisten Krankheiten sind ausgerottet, selbst Vireninfektionen, sind für die moderne Medizin kein Problem mehr. Ein dichtes Verkehrsnetz an Unter- und Überwasserstraßen verbindet die neuen Siedlungen auf dem Meeresgrund und den Kontinenten. Zwischen den Orbitalhäfen und den planetaren Landeplattformen, eilen kleine Zubringerschiffe hin und her und ein Besuch der Mondkolonie, ist für jeden Bürger der Solaren Union erschwinglich.

Die Menschheit ist noch einmal dem drohenden Untergang entronnen. Sie richtet ihr Augenmerk nun auf die Erforschung des Sonnensystems. Tief verankert in ihren Gesetzen und ihrer Kultur, verbleibt jedoch die Erkenntnis, dass die Menschheit nur im Einklang mit der Natur, überlebensfähig ist.

Anmerkungen

Siehe auch



"Während des Cryo-Schlafs träumt man nicht. Es kommt einem nicht vor wie sechs Jahre. Eher wie 'ne Flasche Tequila und ein Schlag in die Fresse."

Jake Sully in Avatar